Mikropausen als Boost für Kreativität und Können.
Eine wirkungsvolle Pause benötigt weder eine Yogamatte noch einen freien Nachmittag. Oft reichen wenige Minuten, um den Kopf aus dem Projekt oder den Körper aus der Bürohaltung zu holen. Wir zeigen dir einfache Übungen für zwischendurch.Lieber mehrmals kurz als einmal lang. Das gilt für vieles – und ganz besonders für Pausen.
Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Hör auf dein Bauchgefühl, deinen Koffeinpegel und deine Motivation. Spätestens, wenn du den gleichen Satz zum vierten Mal liest oder der Mauszeiger verdächtig lange über dem Bildschirm schwebt, ist eine kleine Unterbrechung vermutlich keine schlechte Idee.
Pause ist, wenn die Arbeit innehält
Den Bildschirm auszuschalten, reicht nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn sich das Briefing, die Präsentation oder die unbeantwortete Nachricht im Kopf munter weiterdreht. Versuche deshalb, auch die Gedanken an die Arbeit kurz auszuknipsen. Keine E-Mails, kein Telefon und auch nicht «nur noch schnell» den nächsten Task planen.
Eine kleine Achtsamkeitsübung kann helfen, wirklich Abstand zu gewinnen. Sie muss weder kompliziert sein noch lange dauern. Entscheidend ist der kurze Moment, in dem du deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtest.
Bring etwas Bewegung rein
Keine Sorge: Es muss nicht gleich der Salto quer durchs Büro sein – obwohl wir selbstverständlich niemanden davon abhalten. Oft reicht es, kurz aufzustehen, ein paar Schritte zu gehen oder sich einmal richtig durchzustrecken. Der Weg zur Kaffeemaschine oder zu den Snacks hilft ebenfalls. Hauptsache, du wechselst kurz die Position und bringst etwas Bewegung in den Arbeitstag.

Vier weitere Ideen für Mikropausen zwischendurch
#1 Die 1-Minuten-Dehnpause
Steh auf und strecke deine Arme weit nach oben. Kreise anschliessend langsam mit den Schultern und bewege deinen Kopf vorsichtig von einer Seite zur anderen. Bereits eine Minute bringt Abwechslung in die klassische Schreibtischhaltung.
#2 Der kurze Körper-Scan
Schliesse die Augen und richte deine Aufmerksamkeit nacheinander auf verschiedene Körperteile. Beginne bei den Füssen und wandere langsam nach oben. Wo fühlt sich dein Körper relaxed an? Wo hältst du unbewusst Spannung fest? Es geht nicht darum, etwas zu verändern. Erst einmal genügt es, wahrzunehmen.
#3 Die 5-Minuten-Atemübung
Setz dich bequem hin und mach die Augen zu. Konzentriere dich fünf Minuten lang nur auf deinen Atem. Atme ruhig und tief in den Bauch ein und langsam wieder aus. Schweifen deine Gedanken ab, ist das völlig normal. Bring deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zum Atem. Das nächste To-do läuft dir in diesen fünf Minuten ziemlich sicher nicht davon.
#4 Entspannung für die Augen
Auch deine Augen freuen sich über eine Pause vom Bildschirm. Schau für mindestens 20 Sekunden aus dem Fenster oder auf einen möglichst weit entfernten Punkt. Falls deine Aussicht hauptsächlich aus der gegenüberliegenden Hauswand besteht: Such dir einfach den entferntesten Punkt, den dein Arbeitsplatz hergibt. Es muss nicht immer das Bergpanorama sein.


Die besten Pausen sind die, die du machst
Mikropausen brauchen keine Vorbereitung, keine Sportbekleidung und keinen freien Nachmittag. Sie passen zwischen zwei Meetings, vor den nächsten Task oder mitten in einen Moment, in dem gerade gar nichts mehr geht.
Welche Pause dir guttut, kann jeden Tag anders sein. Manchmal braucht es Bewegung, manchmal Ruhe und manchmal schlicht einen Kaffee mit den Teamgspänli. Wichtig ist nur, dass du dir die Auszeit erlaubst.
Pause vorbei, Fokus an?
Wie du dich danach wieder einer einzigen Aufgabe widmest und warum weniger Multitasking zu besseren Ergebnissen führen kann, erfährst du in unserer Story über Monotasking und den Weg in den Flow.

